Freie Software
Zentral für eine weitere positive Entwicklung der freien Software ist,
dass Software und Ideen nicht patentierbar sind. Deshalb fordern wir ein Verbot
von Softwarepatenten. Freie Software wird zu einem bedeutenden Teil von ProgrammiererInnen
in ihrer Freizeit und von StudentInnen geschrieben. Die in einem anderen, sozialpolitischen
Zusammenhang von Attac erhobene Forderung nach einer allgemeinen Arbeitszeitverkürzung
und einer allgemeinen Grundsicherung, die ein Leben in Würde ermöglicht,
könnte daher auch die Produktion freier
Software anregen. Dagegen wird ihre Weiterentwicklung auch durch den zunehmenden
Sozialabbau, durch Lohnsenkungen, Arbeitszeitverlängerungen und durch Einführung
von Studiengebühren gefährdet.
Wissenschaft und Forschung
Die Ergebnisse von öffentlich finanzierter Forschung und Softwareentwicklung
sollten frei zugänglich sein. Dies kann z.B. durch ihre Veröffentlichung
auf allgemein zugänglichen Wissenschaftsservern geschehen, die von Universitätsbibliotheken
oder anderen Organisationen eingerichtet werden können. Ähnlich wie
bei heutigen Fachzeitschriften sollte das Peer-Review, also die Begutachtung
durch andere WissenschaftlerInnen, beibehalten werden. Dies würde vermutlich
weniger kosten als das bisherige System, denn insbesondere für naturwissenschaftliche Fachzeitschriften müssen die Bibliotheken oft exorbitant
hohe Preise zahlen. Zudem setzen die privaten Wissenschaftsverlage immer häufiger
DRM ein, um den Zugang zu diesen Zeitschriften strikt zu kontrollieren und
einzuschränken. Dies ist umso weniger gerechtfertigt, als die Produktion
dieses Wissens meistens durch die Öffentlichkeit gefördert wurde
und es den Zeitschriften in der Regel auch kostenlos zur Verfügung gestellt
wird. Wir fordern, dass alle Forschungsergebnisse, die öffentlich finanziert
wurden, frei zur Verfügung gestellt werden. Das bedeutet, dass keine Patente
angemeldet werden und Texte und Daten unter einer freien Lizenz wie z.B. Creative-Commons
publiziert werden.
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