Die Auswirkungen der Finanzkrise sind noch nicht für alle von uns spürbar, aber es ist sicher, dass sie in der nächsten Zeit die ökonomische und politische Welt tief greifend verändern werden und damit auch Spuren in unser aller Leben zurücklassen. Leider wird in der öffentlichen Diskussion so getan, als bräuchten wir nur ein paar Konjunkturpakete, um alles wieder „in Ordnung“ zu bringen. Auf der Suche nach Ursachen wird häufig das Bild des gierigen Managers bemüht. Um derartige Katastrophen in Zukunft vermeiden zu können ist es jedoch wichtig, die tief greifenden und systematischen Gründe für das Finanzdebakel zu analysieren.
Mit diesem Ziel vor Augen findet der Kapitalismuskongress in Berlin statt. Hier werden Menschen gemeinsam diskutiern, die von den verschiedenen Auswirkungen betroffen sind, einzelne Aspekte des Kapitalismus kritisieren oder eine ganz andere Gesellschaft wollen: aus den Gewerkschaften, aus sozialen Bewegungen, aus NGOs, Verbänden, Kirchen oder einfach nur Interessierten, die nirgendwo organisiert sind. Es wird über den Kapitalismus und mögliche Alternativen offen und kritisch gesprochen werden. Weitere Informationen sind unter http://www.attac.de/aktuell/kapitalismuskongress/startseite/ zu finden. Anschließend daran soll eine Großdemonstration am 28.März stattfinden unter dem Motto: „Wir zahlen nicht für eure Krise“ http://www.28maerz.de/
In Marburg:
Attac Marburg hat im Februar 2009 in einer Vortragsveranstaltung mit Pedram Shayar über Ursachen der Finanzkrise und politische Alternativen jenseits von Konjunkturprogramm und Abwrackprämie aufgeklärt. Des Weiteren haben wir gemeinsam mit Dissident und der AGF eine Tagung zu linken Strategien in der Krise organisiert und mit kreativem Straßentheater unsere Botschaften unter die Leute gebracht. Angela Merkel und Peer Steinbrück waren in Marburg um die bei der Bankenverstaatlichung erworbenen Hypothekenkredite unter das Volk zu bringen. Dabei wurden die Fußgänger mit diesem Flugblatt konfrontiert.